Der Sommer, in dem es zu schneien begann von Lucy Clarke

Der Sommer, in dem es zu schneien begann
Der Sommer, in dem es zu schneien begann von Lucy Clarke, erschienen am 13.04.2015, 400 Seiten, Piper Verlag, ISBN: 978-3-492-06012-7, www.piper.de
Eva verliert ihren Mann Jackson bei einem tragischen Unfall. Sie kann nicht glauben, dass ihr junges Eheglück nicht mal ein Jahr gehalten hat. Alleine  macht sie sich auf den Weg nach Tasmanien  zu dem Ort an dem ihr Mann aufgewachsen ist und an dem noch heute seine Familie und Freunde wohnen. Zu zweit hatten sie es nie geschafft hierher zu kommen. Als sie auf Jacksons Vater Dirk und seinen Bruder Saul trifft, ist die Begeisterung nicht besonders groß. Die beiden geben ihr deutlich zu verstehen, dass sie keinen Wert auf ihren Besuch legen und bezeichnen ihre Ehe sogar als Fehler.
Eva ist schockiert. Warum reagierten diese Menschen so negativ auf sie? Konnte denn niemand verstehen, dass sie mehr über die Vergangenheit ihres Ehemanns erfahren wollte. Nachdem Eva nicht locker lässt und bei Saul immer wieder nachbohrt, erfährt sie schließlich doch mehr Details aus Jacksons Leben. Die Seite von der sie ihren Mann jetzt kennenlernt, gefällt ihr aber gar nicht. Jackson scheint sehr viele Geheimnisse vor ihr gehabt zu haben. Hatte er sie denn überhaupt wirklich geliebt?
„Der Sommer in dem es zu schneien begann“ ist eine tolle Geschichte voller Romantik, Spannung und Dramatik. Immer wieder wird der Leser von unglaublichen Wendungen überrascht. Wer mich kennt, der weiß, dass ich gerne überrascht werde. Das motiviert mich die Story weiter zu verfolgen und ich will unbedingt das Ende erfahren. Im Verlauf kommen immer wieder Geheimnisse von Jackson ans Licht, die ihn sehr unsympathisch wirken lassen. Eva hat von Anfang an meine Sympathie gewonnen. Sie muss in kürzester Zeit so viele Schicksalsschläge erleben, wie man es nicht einmal seinem schlimmsten Feind wünschen würde. Und trotzdem rappelt sie sich immer wieder auf, lässt sich nicht unterkriegen und kämpft weiter für ihr Leben und ihr Glück. Saul erscheint als harter Kerl in der Geschichte, doch schnell zeigt sich, dass er ein großes Herz hat. Doch an diesen weichen Kern lässt er so schnell keinen heran. Er versucht lange einen gewissen Abstand zu Eva zu halten und ihr emotional nicht zu nahe zu kommen. Schließlich werden die beiden aber von ihren Gefühlen mitgerissen und können nicht mehr voneinander lassen. Trotzdem gibt es an dieser Stelle noch kein Happy End. Es geht weiter mit unglaublichen Enthüllungen aus Jacksons Vergangenheit, die die Beziehung zwischen Eva und Saul auf eine harte Probe stellen.
Für mich übernimmt auch Callie einen wichtigen Teil in der Geschichte. Sie ist Evas Rettungsanker. Wenigstens eine Person auf die sie sich verlassen kann. Dass es zwischen den beiden besten Freundinnen zum Streit kommt, macht es für mich nur noch authentischer. Auch beste Freundinnen streiten sich.
Zu guter Letzt noch ein Wort zum Cover: Es gefällt mir sehr gut. Es erinnert an das Meer und passt damit gut zur ganzen Geschichte. Außerdem ist es so auffällig, dass man es im Bücherregal kaum übersieht.
Für dieses Buch gehen alle Däumchen hoch!

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