Mädchenware von Norbert Horst

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Mädchenware von Norbert Horst, Verlag: Goldmann, erschienen im Februar 2015, Seiten: 348, ISBN: 978-3-442-48166-8, www.goldmann-verlag.de



Inhalt

In einem Dortmunder Bordell kommt es zu einer Schießerei. Eine Tote und eine Schwerverletzte werden am Tatort zurückgelassen. Alle weiteren Beteiligten können fliehen. Kommissar Steiger und seine Kollegin Jana machen sich auf Spurensuche. Doch die Ermittlungen sind zäher als erwartet. Keiner scheint etwas über die Geschehnisse der Tatnacht zu wissen. Keiner kennt die Getötete. Doch Steiger gibt nicht auf, denn er hat ein persönliches Interesse die Tat aufzuklären. Er kennt die schwerverletzte Prostituierte, die am Tatort aufgefunden wurde. Schon seit längerer Zeit treffen sich die beiden immer wieder und sind sich dabei nicht nur körperlich näher gekommen. Wie sich herausstellt, gibt es noch eine weitere Prostituierte, die bei dem Vorfall dramatisch verletzt wurde. Doch sie wird von ihren Zuhältern versteckt. Wird die Polizei noch rechtzeitig die Spur zu dieser jungen Frau finden, um ihr Leben zu retten?

Meinung

Mädchenware war mein erster Krimi von Norbert Horst. Über die Plattform mybook.de wurde mir dieses Buch empfohlen und ich muss mich an dieser Stelle ganz herzlich für diese Empfehlung bedanken. Mädchenware ist ein wirklich spannender Krimi, der mich von Anfang an mitgerissen hat. In Rückblenden wird die Geschichte dreier russischer Mädchen erzählt. Ihre harte Kindheit, die Grausamkeiten, die  sie schon früh erleiden und ertragen mussten und die Freundschaft dreier Mädchen, die durch all das nicht zerstört werden konnte. Diese Geschichte in der Geschichte hat mich emotional sofort abgeholt und eine engere Bindung zu den Charakteren aufgebaut. Ein kluger Schachzug von Norbert Horst, der mich so dazu gebracht hat, Gerechtigkeit für die Tote und ihre verschleppte Freundin einzufordern. Ich wollte unbedingt wissen, ob die Polizei es rechtzeitig schafft, die Täter zu finden und das Mädchen zu retten.
Steiger und Jana waren mir ebenfalls von Anfang an sympathisch. Die beiden sind Kommissare mit Leib und Seele, verlieren dabei aber nicht ihre menschliche Komponente. Kleine Schwächen und Eigenheiten lassen sie sehr realistisch erscheinen und lassen sofort ein Bild im Kopf des Lesers entstehen.
Einen kleinen Minuspunkt gibt es allerdings. Die Geschichte springt zwischen vielen verschiedenen Schauplätzen hin und her und auch zeitlich hüpft man immer wieder in die Vergangenheit, mal weiter zurück, mal auch nur ein zwei Jahre. Das hat das Lesen für mich ein bisschen unruhig gemacht und meine Aufmerksamkeit stark gefordert. Natürlich schadet es nichts, wenn man bei einem Buch ein bisschen mitdenken muss, doch wäre es mir lieber gewesen auf die ein oder andere Rückblende zu verzichten, um nicht den Faden der eigentlichen Geschichte zu verlieren.

Fazit

So ziemlich alle Däumchen hoch für einen spannenden und mitreißenden Krimi von Norbert Horst!

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