Land-Jagd von Manuela Lewentz

http://www.rz-shop.de/media/image/thumbnail/lewentz_land-jagd_su_720x600.jpg
Land-Jagd von Manuela Lewentz, Verlag: LangenMüller, erschienen am 19.11.2015, 256 Seiten, ISBN-13: 978-3784433905, www.amazon.de/Land-Jagd


Inhalt

Anna eine junge, rothaarige Journalistin wird beim Joggen ermordet. Ein ganzes Dorf ist in Aufruhr und auf der Suche nach Annas Mörder. In Frage kommen Viele, doch wer ist der wirkliche Täter. Jil Augustin, Kommissarin, macht sich mit ihren Kollegen auf Spurensuche, doch es bleibt nicht bei einem Opfer. Auch der Bürgermeister muss sein Leben lassen. Hängt vielleicht alles mit dem geplanten Industriepark zusammen, oder geht es um Eifersucht?

Meinung

Noch vor dem Start der eigentlichen Geschichte findet der Leser auf Seite 7 des Buches ein Personenverzeichnis mit kurzen Beschreibungen. Wie sich schon nach wenigen Seiten herausstellt, ist dieses Verzeichnis mehr als hilfreich, ich möchte sogar sagen, dringend notwendig. Die Geschichte wird nämlich abwechselnd aus der Sicht aller dieser Personen erzählt. Manche kommen dabei öfter zum Zug, andere haben nur einen kurzen Auftritt, insgesamt ist aber jeder Abschnitt nur durchschnittlich drei bis vier Seiten lang. Der Leser wird also gefordert, muss schnell zwischen den Personen und ihren Sichtweisen hin und her wechseln und darf dabei den roten Faden nicht verlieren. Eigentlich eine gute Idee, so bleibt es spannend, die Aufmerksamkeit wird geweckt und man erlebt die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven. Allerdings sind die Abschnitte so kurz, dass es leider ein wenig zu anstrengend ist und das Buch so ein Stück weit Lesevergnügen einbüßt. Man hat nicht die Chance sich mit einer Person näher auseinander zu setzen, sich zu fragen, ob man diesen Charakter mag oder nicht, weil es direkt schon wieder mit dem nächsten  weiter geht. Wenn wir schon beim Schreibstil sind, muss ich noch einen Kritikpunkt anmerken: Artikel vor Namen sind für mich ein absolutes No-Go. „Die Anna“, „der Alfons“, „die Elke“. Vielleicht war es ein Versuch einen Dialekt oder die „Sprache auf dem Land“ nachzuahmen, das ist aber leider misslungen.
Die Geschichte plätschert am Anfang recht gemächlich dahin. Irgendwann stirbt Anna Sturm, eine junge Journalistin. Das ist allerdings keine Überraschung, denn das erfährt man auch schon auf dem Klappentext. Jetzt macht man sich auf die Suche nach dem Mörder. Da Anna recht umtriebig war, könnte sich dieser im Umfeld ihrer Liebhaber und Verehrer befinden. Oder aber es hängt mit dem geplanten Industriepark zusammen, für den Annas Eltern ihren Hof hergeben sollen. An dieser Stelle steigt die Spannung ein wenig. Dann gibt es einen zweiten Mord. Der Bürgermeister wird erschossen. Auch das ist keine Überraschung – wieder hat der Klappentext dieses Detail bereits verraten.
Am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Für mich hätte es am Ende kein solches Feuerwerk mehr gebraucht. Ein bisschen weniger wäre auch schön gewesen. Es hat ein bisschen den Eindruck als möchte es die Autorin unbedingt allen recht machen, aber das wird man sowieso nie schaffen.

Fazit
Ein paar Artikel und Personen weniger, ein bisschen mehr Fokus auf die Hauptgeschichte und dann noch ab und zu eine Prise Humor, dann wäre „Land-Jagd“ von Manuela Lewentz perfekt für mich.

CONVERSATION

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Back
to top