Northanger Abbey von Val McDermid

Northanger Abbey
Northanger Abbey von Val McDermid, erschienen am 11.01.2016, Verlag: HarperCollins, Seitenzahl: 320, ISBN 9783959670180, www.harpercollins.de

Inhalt

Die Pfarrerstochter Cat Morland wird von ihren Nachbarn, Mr. und Mrs. Allen, mit nach Edinburgh zum großen Buchfestival genommen. Zusammen verbringen Sie dort mehrere gemeinsame Wochen in denen Cat, die sonst eher in einem ländlich, ruhigen Umfeld groß wird, die Abenteuer einer Großstadt entdeckt. Sie lernt neue Freunde kennen, natürlich auch ein paar attraktive Männer und geht auf zahlreiche Veranstaltungen. Ein junger Mann hat es ihr besonders angetan: Henry Tilney. Alles scheint perfekt. Henry hat die besten Manieren, die man sich vorstellen kann, seine Schwester Ellie wird Cats neue beste Freundin und auch Henrys Vater scheint von Cat total begeistert. So kommt es, dass sie die Familie Tilney mit auf deren Landsitz Northanger Abbey begleitet. Doch dann scheint auf einmal alles anders zu sein und die gute Stimmung ist verflogen. Cat vermutet, dass es ein dunkles Geheimnis in der Familie gibt über das keiner spricht und begibt sich auf Spurensuche.

Meinung

“Nothhanger Abbey” von Val McDermid hat mir insgesamt gut gefallen. Von Val McDermid ist man sonst ja eher Krimis und Thriller gewohnt und keine klassischen Romane, doch sie hat den Sprung in dieses andere Genre wunderbar geschafft. McDermid hält sich eng an die Vorlage von Jane Austen und überträgt die Geschichte “nur” in die heutige Zeit ohne weitere große Änderungen an der Handlung vorzunehmen. Mir persönlich gefällt dieses Vorgehen sehr gut und doch muss ich anmerken, dass an der ein oder anderen Stelle die Übertragung in die heutige Zeit nicht 100% authentisch ist. Cat und ihre Freunde sind wahnsinnig fixiert auf ihre Handys. Alles muss über Facebook und Twitter mit der Welt und den Freunden geteilt werden. Das war mir insgesamt ein bisschen zu viel des Guten.
Cat ist großer Fan von Vampir-Geschichten und es fällt ihr manchmal schwer hier zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden. Sie überträgt gerne die Ereignisse aus ihren Büchern auch auf ihr direktes Umfeld, was sie in meinen Augen sehr naiv erscheinen lässt. Hier würde ich einer 17jährigen eigentlich etwas mehr Bezug zur Realität zutrauen. Die Vermutung, dass es sich bei ihren Freunden, den Tilneys, um eine Vampir-Familie handelt, wirkt auf mich leider etwas zu abstrus und unterstützt den Spannungsbogen in meinen Augen nicht.
Das Cover gefällt mir gut. Es hat etwas mystisches an sich und passt damit besonders gut zu Cats Leidenschaft für Vampire.

Fazit

Eine gute moderne Interpretation eines Jane-Austen-Klassikers.

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